TRENDS-Kern

TRENDS-Kern

20 Jahre Direktversorgung von Lichtsignalanlagen mit dem TRENDS-Kern

1996 wurde die erste Lichtsignalanlage in München mit dem TRENDS Kern automatisch direktversorgt. Der TRENDS Kern ist ein bewährtes System zur Knotenpunktsteuerung mit freier, RiLSA-konformer Logiksprache, Durchgängigkeit im Gerät und in der Version 4.2 in den Steuergeräten aller namhafter Hersteller im DACH-Raum eingebaut. Der TRENDS-Kern, in das Steuergerät eingebaut, führt die Knotenpunktsteuerung transparent aus. Über den Ingenieurarbeitsplatz CROSSIG kann die Steuerung bereits seit Anfang der 90er Jahre direkt versorgt werden. Der TRENDS-Kern wird in München, Dortmund, Ingolstadt, Regensburg, Remscheid, Danzig, Krakau und weiteren Städten flächendeckend verwendet.

Direktversorgung von Lichtsignalanlagen

Die Direktversorgung von Lichtsignalanlagen lässt sich in halbautomatische und vollautomatische Direktversorgung unterscheiden:

  • Halbautomatische Direktversorgung: Die Planung aus dem Ingenieurarbeitsplatz wird mit einem Compiler in die Sprache des Steuergerätes übersetzt. Vorteil ist, dass gerätespezifische Funktionen genutzt werden können. Nachteil ist, dass die Planung demzufolge spezifisch für ein bestimmtes Steuergerät erfolgen muss. Oft ist dabei nicht bekannt, welches Steuergerät letztendlich verwendet wird, da die Anlage meist erst im Nachgang der Planung ausgeschrieben wird. Die Planungen bleiben daher unvollständig und der Steuergerätehersteller muss die Steuerung manuell und damit kostenintensiv vervollständigen. Neuerungen der gerätespezifischen Funktionen können in der Planung erst berücksichtigt werden, wenn diese im Arbeitsplatz nachgezogen werden.
  • Vollautomatische Direktversorgung: Die Planung aus dem Ingenieurarbeitsplatz kann direkt im Steuergerät verwendet werden und ist somit vollkommen Steuergerätehersteller unabhängig. Die bei der vollautomatischen Direktversorgung notwendige Übersetzung der Steuerbefehle in die Sprache des Steuergerätes erfolgt dabei einmalig über die Schnittstelle zwischen TRENDS und dem Steuergerät beim Einbau der Laufzeitumgebung, also des TRENDS Kerns durch den Steuergerätehersteller. Die Übersetzung der Steuerbefehle für den Verkehrsplaner und vor allem für den Baulastträger bei der verkehrstechnischen Planung und bei der Direktversorgung der Lichtsignalanlagen stellen damit keinen Arbeitsaufwand und auch keine zusätzlichen Kosten mehr dar.

Verkehrstechnische Planung mit dem Ingenieurarbeitsplatz CROSSIG

Lichtsignalanlagen mit SIEMENS Steuergeräten können mit CROSSIG geplant und halbautomatisch versorgt werden.

Steuergeräte von anderen namhaften Herstellern im DACH-Raum haben den TRENDS-Kern in der Version 4.2 eingebaut und können in CROSSIG geplant, getestet und vollautomatisch versorgt werden.

Abbildung 1: Steuergeräte Direktversorgung aus CROSSIG

Neuer TRENDS Kern 5.2

Seit 2014 steht im DACH-Raum der neue TRENDS-Kern in der Version 5.2 mit erweiterter Funktionalität zur Verfügung. Dieser ist bereits in den neuesten Steuergerätegenerationen der Firmen SWARCO und AVT-Stoye eingebaut.

Der TRENDS-Kern 5.2 erweitert den bisherigen TRENDS-Kern 4.2 um folgende Funktionen:

  • Erhöhung der Anzahl an Signalgruppen, Detektoren, Meldepunkten, sowie logischen Bedingungen und Konstanten.
  • Überprüfung von Netzsteuerungsbefehlen (z.B. PTV BALANCE) durch den TRENDS Kern
    (nicht wie bisher durch das Steuergerät).
  • Verlegung von Export-/Import – Variablen in den 2ten Teil des STG Containers (TRENDS-Direktversorgungsdatei). Eine sicherheitsrelevante Neuversorgung entfällt somit bei Änderungen.
  • Unterstützung aktueller OCIT-O und OTS Schnittstellenanforderungen.
  • Vollständige Unterstützung von R09.xx Telegrammen, zum Beispiel zur Berücksichtigung der Fahrplanlage für eine flexible ÖV Priorisierung.
  • Integration von Verkehrslagedetektoren, durch die beispielsweise Reisezeiten aus TomTom Daten in der Ablauflogik berücksichtigt werden können.
  • Anbindung der modellbasierten Knotenpunktsteuerung PTV EPICS über den TRENDS-Kern. Die Kombination von TRENDS und EPICS kombiniert damit einmalig die Vorteile von regel- und modellbasierter Steuerung.

Der Einbau des TRENDS-Kerns ist grundsätzlich lizenzkostenfrei und kann über GEVAS software bezogen werden.

2017-11-29T16:57:23+00:00